So. Dez 15th, 2019

Deutschland Tour. In die Berge will ich ziehen

3 min read

Wir zogen schon am Morgen nach der ersten Etappe  in Halberstadt weiter  nach Göttingen. Dem Zielort der zweiten Etappe der Deutschland Tour. Da wir unterwegs den Harz durchquerten beschlossen wir kurzfristig eine Besteigung des Brocken. Dafür nahmen wir wegen der Zeitknappheit die Brockenbahn. Heinrich Heine hätte sie sicher auch genommen. Dann hätte er im Salonabteil seine: Auf die Berge will ich steigen und lachend auf euch heruntersehen Verse geschrieben. Auf der Hinfahrt musste ich allerdings unfreiwillig stehen. Der Zug war voll besetzt. Auf der Rückfahrt tat ich es freiwilllig, denn ich hatte einen einsamen Platz auf dem Ponton direkt hinter der Dampflok gefunden. Die rauschte so vor  mir und mit mir den Berg runter. Echt das Obergeilste was ich seit langen gemacht hatte.

In Göttingen suchten wir uns die Bergwertung als Standort zum fotografieren aus. Dadurch blieb uns das Gedränge am Ziel erspart. Der Veranstalter informiert über Twitter sehr ausführlich über das Renngeschehen, so dass wir bestens informiert waren. Eine sehr große Gruppe war 25 km nach Beginn  losgezogen und schlug ein höllisches Tempo an. Die ersten beiden Stunden standen jeweils permanent 46 Km/h auf der Tachonadel. Mit dabei waren Ackermann und Buchmann von Bora hansgrohe, aber auch Nibali und Simon Geschke. Jedoch wurde im Feld fleißig nach gehalten und so wurden die Jungs wieder eingeholt. Es kam die Zeit von Remco  Evenepoel. Doch der 19 jährige vom Team Deceunick Quickstep musste erkennen, dass die Jugend nicht immer vor der Erfahrung gilt. Bei der ersten Passage der Bergwertung kam er noch als Führender vor vorbei. Doch er hatte Meute schon an den Hacken. Nicht mehr viel, aber für ihn waren es genug. Im zweiten Anstieg verließen ihn die Kräfte und er musste sehen wir er ins Ziel kam. Überhaupt war den Jungs bei der zweiten Überfahrung anzusehen, dass sie überhaupt keine Lust mehr hatten. Einige der Zuschauer spöttelten zwar, dass sie den Berg schneller hochfahren würden. Hatten sie dann auch schon 150 km mit 46 er Durschnittstempo in den Beinen?

Obwohl die Jungs im letzten Aufstieg in ziemlich zerfledderten Gruppen vorbeikamen, fanden sie sich in der langen Abfahrt wieder zusammen. Es gab den Sprint einer recht großen Gruppe. Pascal Ackermann war nicht mehr dabei. Dafür aber Alexander Kristoff von UAE Emirates. Der gewann dann auch den Sprint und übernahm die Gesamtwertung.

Da ich ja immer über die Facetten des Radsport schreibe, möchte ich heute auch mal die zahlreichen Streckenposten erwähnen. Ohne die wäre so ein Rennen nämlich nicht möglich. Deswegen heute ein solches Titelfoto,  auch als ein Dankeschön für alle anderen.

Ich habe allerdings ein Problem. Ich habe das Kamerakabel zur Übertragung der Bilder verloren. So werde ich das alles nachreichen müssen. Shit happens.

Ergebnis>>>>>

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