Fr. Sep 20th, 2019

Das Wechselkarussell läuft

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Man hat das Gefühl, dieses Jahr wird im Radsport die Reise nach Jerusalem gespielt. Sehr viele der Spitzenfahrer wechseln das Team und viele nicht so im Rampenlicht stehende Leute, versuchen schnell möglichst bei ihrem Team den Platz zu halten.

Im Grunde ist es aber wie jedes Jahr. Allein, man hört schon etwas früh von vielen der Big Boys. 

Nairo Quintana zum Beispiel. Er wird das Team Movistar verlassen und geht zu Arkea Samsic. Sein Teamkollege Jasha Sütterlin zieht mit Sunweb die Worldtour vor. Oder ist der Beitritt von  Quintana bei Arkea Samsic eine Bewerbung für die World Tour. Da soll ja im nächsten Jahr einiges passieren. Warten wir die WM ab. Auf jeden Fall hat man sich für die nächste Tour de France gute Karten gesichert. Nachdem André Greipel ja wohl kein Argument mehr ist.

Die alten Cracks suchen sich im Moment wohl ein schönes gut bezahltes Ruhekissen. Auch Vincenzo Nibali wird  Bahrain Merida verlassen. Er wechselt mit seinem Bruder Antonio zu Trek Segafredo. Ja die Italiener, da ist Blut immer noch dicker als Wasser.

Nico Denz geht nach 8 Jahren von Ag2R zum Team Sunweb. Sein Französisch ist wohl perfekt, da dürfte das Niederländische nicht  schwer fallen.

Es wird viel geschrieben im Radsport. Zum Beispiel, Movistar zerfällt. Die Schreiber schreiben für den kurzen Augenblick. Das Team ist eines der ältesten im Radsportzirkus. Ich glaube auch nicht, dass Abgänge wie Quintana und Sütterlin das Team extrem schwächen werden. Sütterlin ist ein guter Helfer, aber nur das und Quintana hat seine besten Zeiten nun Mal hinter sich. Die Abgänge von Mikel Landa und Richard Carapaz, dem Gewinner des diesjährigen Giro`s wirken da schon viel härter. Aber man wird sehen, dass dort neue starke Leute verpflichtet werden. Mit Enric Mas hat man da schon einen Anfang gemacht.

Dass in der World Tour einiges im Busch ist zeigt, auch der Wechsel von Elia Viviani von Deceuninck Quickstep zu Cofidis. Bei Cofidis rechnet man sicher mit einem Platz in der neuen erweiterten World Tour. Sonst würde sich Viviani sicher nicht dazu herablassen. Starts in Afrika sind zwar sehr schön und ich finde, die Rennen werden dort stark unterschätzt. Aber im Profi Radsport geht es in erster Linie um wirtschaftlich Interessen und die liegen bei den Unternehmen sicher nicht in Afrika.

Reden wir auch mal von den kleinen Leuten. Jonas Koch, zum Beispiel, ist ein hervorragender Radsportler, aber kein klassischer Siegfahrer. Jedenfalls nicht im Moment. Er hat sich aber für zwei weiterer Jahre seinen Platz bei CCC in der World Tour gesichert. Vielleicht kommen da auch mal die drei großen Rundfahrten aufs Menu. CCC hat sich mit Matteo Trentin einen weiteren Sprinter gesichert. Wie viele Fahrer seiner Generation ist der ehemalige Europameister auch schon wegen Dopings gesperrt gewesen.

Davide Formolo sieht bei Bora hansgrohe keine Zukunft. Der Sprinter wechselt zu UAE, ebenso wie Max Richese vom bisherigen Team Deceuninck. Man wird dort bei UAE wohl verstärkt auf die Sprints setzen und Fernando Gaviria unterstützen wollen. Gaviria hat bei UAE Emirates für zwei Jahre unterschrieben.

So werden wir für den Rest der Saison noch von vielen Wechseln berichten. Natürlich finden die nicht nur bei den WT Teams statt. Dort erregen die Stars aber die meiste Aufmerksamkeit. Trotzdem werden wir die nationalen Teams nicht vernachlässigen.

Für alle Gelegenheiten empfehle ich daher immer die Seite von PCS Cycling. Schauen sie da mal ins Wechselkarussell

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