Cyclo Crosser gewinnt Brabantse Pijl

Das Mathieu Van der Poel was auf der Pfanne hat, wissen die Radsportexperten schon lange. Schließlich ist er dieses Cyclo Cross Saison dem Weltmeister Wout van Aert so lange um die Ohren gefahren, bis dieser seinen Titel an ihn abgegeben hatte und vor lauter Frust in die Straßenliga gewechselt ist. Nun hat van der Poel auch auf der Straße gezeigt, dass sein Großvater mütterlicherseits Raymond Poulidor und sein Vater Arie Van der Poel ihre Gene bestoptimiert weitergegeben haben.

Lange Zeit sah es so aus, als ob andere das Rennen bestimmen würden. Doch wie so oft hatten die Ausreißer keine Chance als die Favoriten in der Schlussrunde zu schlugen. Erstes Opfer war der südafrikanische Meister Daryl Impey vom Team Mitchelton Scott. Impey hatte sich einige Zeit vorher abgesetzt und war dann froh, als Van der Poel ( Corendon Circus,Michael Matthews (Sunweb),  Tim Wellens (Lotto Soudal) und Julian Alaphilippe (Deceuninck) zu ihm aufschlossen. Mit diesen Maschinen konnte er gut mithalten. Doch irgendwann war sein Sprit am Ende und 11 km vor dem Ende war es mit seiner Herrlichkeit vorbei. 

Team Bahrain Merida war mit dem Ergebnis an der Spitze nicht zufriden. Für sie fehlte dort ein Fahrer. Sonny Colbrelli. So sah man sie eine Zeitlang an der Spitze des Feldes Strafarbeit leisten. Vergebens. Trotzaller Anstrengungen kamen sie nicht näher und mussten ihr Vorhaben, die Kampfmaschinen einzuholen, aufgeben.

Normalerweise hätte man erwartet, dass die drei der nicht mit dem Supersprinter Michael Matthews auf der Zielgeraden erscheinen wollten. Doch sie konnten ihn in verbliebenen zwei Steigungen nicht abhängen. So sah man denn einen Mathieu Van der Poel an der Spitze der Viergruppe, sich ständig nach hinten absichernd dem Ziel nähern. 100 m vor dem Ende zog der Holländer durch un die anderen konnten nicht folgen. Ihm zu Gute kam vielleicht eine Aktion von Alaphilippe, der Matthews ein wenig gegen die Band drängte, so dass dieser die Balance verlor und seine Sprint aus dem Hinterhalt abbrechen musste. Allerdings hatte Alaphilippe auch nicht die Kraft den fliegenden Holländer einzuholen.

Insgesamt war das Rennen 201 km lang. Es hatte einige knackige kurze Steigungen. Ein paar von denen mussten auf den drei Schlussrunden mehrmals überfahren werden. Bemerkenswert ist das Rennen des Dänen Alexander Kamp. Der Däne vom Team Riwal Readynez Cycling hatte letzte Woche die Ardennen Rundfahrt in Frankreich gewonnen. Er wurde von den Kommentatoren im Fernsehen nicht sonderlich wahrgenommen, landete am Ende aber auf dem 8. Platz. Hier werden wir bald ein neues Radsporttalent auch in den anderen Medien erleben können.

Ergebnis >>>>>

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