Chaos bei Dwars door Vlaanderen

Nichts geht mehr 72 km vor dem Ende. Die Spitzengruppe steht und kann nicht weiter. Boerenprotest heißt es. Dann läuft das Hauptfeld auf. Die zweieinhalb Minuten Vorsprung sind weg.

Dann stellt sich heraus, dass es bei dem vorausgehenden Damenrennen einen Sturz gab und die Ambulanz Vorrang hatte. Nach km 72 wurde die Neutralisation aufgelöst. Die Spitzenfahrer bekamen wieder ihren alten Vorsprung. Allerdings verschlief Lukas Pöstberger von Bora hansgrohe und wurde dann mit einem Reporter Motorrad wieder nach vorne gefahren.

Das wurde gnädig vom Kommisär übersehen.

67 km vor dem Ende gab es dann einen schweren Sturz im Hauptfeld. Die Ausreißer haben 2:30 Minuten Vorsprung. Dann geht es weiter über die Äcker und die kleinen Rampen der flämischen Ardennen. Aufgrund der Bedingungen ist das Rennen gefährlich. Es gibt zahlreiche Verletzte und sogar auch Tote während der letzten Jahre. Das liegt auch an der teilweise chaotischen Organisation. Allerdings muss man klar sagen, dass der Anteil an Motorradfahrern in den letzten Jahren extrem abgenommen hat. Früher waren in der Endphase mehr Motos als Rennräder zu sehen. Einige Rennradfahrer verdanken ihren Sieg auch dem großzügigen Windschatten der motorisierten Begleiter.

Das Wetter ist nicht schlecht. Ein wenig sonnig und kein Wind.

Mathieu Van der Poel vom Team Corendon Circus versucht mit ein paar Begleitern aus dem Peloton heraus die Spitzengruppe zu erreichen. 42 km vor dem Ende erreichen sie die 2.Spitzengruppe. Mit dabei ist auch Jonas Koch vom Team CCC. Das Peloton hat 1:28 Minuten Rückstand. Vorne allein an der Spitze fährt Oliveira vom Team Movistar.

Jetzt sieht man das typische Bild bein flämischem Radrennen. Wie aus dem Nichts tauchen die Motorräder auf. Die Veranstalter verlieren in der Hitze des Gefechts die Kontrolle und die Motos übernehmen die Macht. 31 Km vor dem Ziel marschiert Lukas Pöstlberger. Er hat nach der Neutralisation die Jungs an der Spitze fahren lassen und ist dann mit Motorradhilfe nach vorne gekommen. Das hat sicher einige Körner gespart. Die spielt er jetzt aus und schließt sich Oliveira an. Die beiden haben 12 Sekunden Vorsprung vor der Gruppe mit Mathieu Van der Poel. Nelson Oliveira hat eine Panne und wird vom Feld geschluckt. Pöstlberger lässt sich zurückfallen. 23 km wird auch Jonas Koch  vom Peloton eingeholt.

Vorne sind Pöstlberger, Turgis, Benoot, Van der Poel und Jungels mit 40 Sekunden. Hinten ist das Peloton schon deutlich kleiner geworden. Da sind schon einige ausgestiegen. Der Vorsprung steigt auf 1 Minute an. Dann wird aber von FDJ heruntergefahren. 10 km vor dem Ende sind es nur noch 54 Sekunden. Es scheint so, dass die Gruppe durchkommt. 3 km vor dem Ende sind es noch 46 Sekunden die sie zu ihren Guten haben. Sie kommen auch zusammen auf die Zielgerade. Dann nutzt Anthony Turgis von Team  das Sprinterloch und rast an den anderen vorbei- Doch Mathieu Van der Poel lässt sich nicht beeindrucken und übertrumpft Turgis. Turgis hat nicht einmal die Chance im Windschatten von Van der Poel zu bleiben.

Ergebnis

 

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