Sa. Nov 16th, 2019

Bike Aid fährt die Ungarn Rundfahrt

3 min read

Die Großen messen sich in der Schweiz und Frankreich. Es geht um die Auswahl der Fahrer für die Tour de France. Jeder will mitmachen, aber nicht alle dürfen. Sicherlich hat die Reduzierung auf acht Fahrer nicht dazu beigetragen, das bei allen Freude aufkommt. Es werden ja nicht nur die Großen Teams benachteiligt. Auch in den anderen 18 Teams geht jeweils ein begehrter Arbeitsplatz verloren. Man muss es auch aus dieser Sicht betrachten.

 

Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die sitzen, Baum, Schuhe, Menschenmasse, Motorrad und im Freien

c tour of hungary

Die kleinen Teams sorgt dies weniger. Sie werden kaum jemals die Chance bekommen auch nur von den Tourgewaltigen angeschaut  zu werden. Big or nothing, das ist hier die Devise. Der Kuchen ist verteilt und wer nicht dazugehört ist halt nicht adabei, wie man so nett in Österreich sagt.

Die kleinen gehen halt nach Ungarn, Polen, Korea oder gar nach Belgien. In vielen Ländern sind sie willkommen. In anderen Ländern wie in Belgien werden sie geduldet. Man hat dort ja Eddy Merckx schon in der Wiege getroffen und deshalb darf ja auch die Tour de France dieses Jahr in Brüssel starten.

Team Bike fährt dafür die schönen kleinen Rundfahrten. In Afrika, Luxembourg, China und Indonesien ist man willkommen. Natürlich auch in Ungarn.

Gestern gab es dort den Prolog zur 6 tägigen Rundfahrt. An einem Tag werden sogar zwei kurze Etappe ausgetragen. Das Terrain ist bekanntlich nicht sonderlich schwierig, im Gegensatz zur politischen Situation. Es gibt aber auch paar Berge. Die sind sogar höher als in Belgien. Wer hätte das gedacht. Zwei hügelige Etappe stehen deshalb mit Bergen von rund 600  Höhenmetern stehen deshalb an zwei Tagen auf dem Programm. Dazu gibt es noch die Bergetappe. Die ist eigentlich recht flach, aber am Ende kommt ein Schlussanstieg auf über 700 m Höhe. Ich will mich jetzt wieder zum Thema Schlussanstieg echauffieren, doch ist diese Krätze im Gehirn der Veranstalter nicht ausrotten.

Frei nach dem Motto: “ Was? Sie haben keine Etappe mit Schlussanstieg. Und das soll ein Radrennen sein?”

So müssen die Jungs sich am Ende eines Renntages dann die harten 600 Höhenmeter hochquälen und dann wird irgend ein magersüchtiger Floh die Rundfahrt für sich entscheiden-

Geht es noch?!!!

Gestern war zunächst der Prolog der Rundfahrt. Der war km lang und flach. Puszta  total,  mitten in Siofok. Gewonnen hat das Rennen Jan Barta, der früher mal lange Zeit bei den Bora`s und deren Ablegern unterwegs war. Mit dem Zugang des Slowaken Peter Sagan war dann kein Platz mehr im Team. Seitdem fährt Barta beim tschechischen Elkov Team.  Mir klingen noch die deutschen Kommentatoren im Ohr, wie sozial und menschenfreundlich die Bora hansgrohe Leute sind. Wenn ich mir dann die Tränen aus den Augen gewischt habe, fängt das Gehirn auch wieder an zu denken.

Gestern jedenfalls hat Jan Barta die 4 km in 4:17 Minuten zurückgelegt. Das ist schon ordentlich. Ich glaube, Tony Martin würde sich über eine solche Zeit freuen. Bester Fahrer vom Team Bike Aid war der in letzter Zeit hochgelobte Aaron Grosser. Der kam nur auf den 56. Rang. Aber sein Rückstand hielt sich mit 14 Sekunden in Grenzen. Weitere Fahrer von Bike Aid waren Adne Van Engelen +19, Mekseb Debesay +23, Daniel Bichlmann +29, Matthias Schnapka +31 und Lucas Carstensen +31.

Ergebnis >>>>>

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