Arnaud Demare gewinnt die letzte Etappe in Okzitanien

Das Rennen hieß vor einiger Zeit noch Route du Sud.  Demare hatte am Ende nicht nur zwei Etappen gewonnen, sondern auch das grüne Trikot verteidigt. Die letzte Etappe führt in mehreren Kreisen um die Stadt Clermont- Pouyguillès. An der Länge des Namens sehen schon, dass das Ziel irgendwo in der Pampa lag. So ist dann auch. Nach der Zieldurchfahrt radelten die Jungs durch die Wiesen und gratulierten dem Sieger Demare vom Team Groupama FDJ.

Zuvor gab es noch einige Fernsehbuletten. Die 6 Ausreißer waren waren eingeholt, da fasste Clermont-Pouyguillès Elie Gesbert vom Team Arkea Samsic den Mut zu einer Attacke. 5 km vor dem Ziel war das natürlich nur eine Werbeeinlage.  Rund 30 Mann waren noch verblieben. Mit dabei Alessandro Valverde im Trikot des Spitzenreiters. Der musste eigentlich nur noch ins Ziel kommen und Ivan Sosa vom Team Inos hätte nicht gewinnen dürfen, dann wäre die Sache auch in trockenen Tüchern gewesen

War sie dann auch, denn Arnaud Demare ließ nicht anbrennen und so konnte sich Valverde mit seinen 39 Jahren vornehm am Ende zurückhalten. Er gewann die Rundfahrt zum zweiten Mal.

Dann fand ich nach das Team Bike Aid in der Ergebnisliste. Nikodemus Holler und Adne van Engelen waren die einzigen Fahrer, die bis zum Schluss durchgehalten hatten. Holler wurde sogar auf Rang 51 bester deutscher Fahrer, immerhin vor Christian Knees vom Team Ineos. Die Semiprofis von Bike werden im Fernsehen so wenig von den Komentatoren erwähnt. Da möchte ich doch hier mal entgegenwirken. Das Radsport Journal Tourmann verfolgt und berichtet auch über die kleinen Mannschaften und deren Taten. Und nicht über die Jungs, die eh schon den ganzen Tag in der Sonne stehen.

Am nächsten Wochenende sind wieder die deutschen Meisterschaften, diesmal auf dem Sachsenring, wo sich auch die kleinen Mannschaften zeigen können. Noch vor zwei Monaten war es völlig unklar, ob die Deutschen Meisterschaften überhaupt in Deutschland ausgetragen werden können. Zwei Städte sind wieder abgesprungen. Die Bürokratie wird vorgeschoben, aber in der Regel sind es die Bürger und die Presse ,die keinerlei Verständnis für den Radsport zeigen. Da knicken dann die Politiker schnell wieder ein. Jedermann Rennen und Tag der offenen Täler, oder so was, geht dagegen immer. Da spielt die Bürokratie überhaupt keine Rolle.

Das Trauerspiel Deutschland und der Radsport setzt sich fort. Man darf den Jungs in Bensheim heute noch dankbar sein, für die Zeit und die großartige Organisation, die sie im letzten Jahr geleistet haben.

Ergebnis >>>>>>

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